:: Chronik des BSV Hamborn von 1837 e.V. ::
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1837 |
Ein Scheibenschießen im August führte zur Gründung des Bürger-Schützen-Vereins Hamborn. Im Monatsbericht der Bürgermeisterei Holten, zu der Hamborn damals gehörte, heißt es unter der Rubrik „Polizeivorkommnisse“: „Das Scheibenschießen zu Hamborn sowie der Jahrmarkt zu Beeck sind ruhig abgelaufen.“
Bei diesem Scheibenschießen reifte der Gedanke, einen eigenen Schützenverein ins Leben zu rufen. Die Devise lautete Eintracht, Bürgersinn, Vaterlandsliebe.
Am 21. September 1837 wurde das erste Schützenfest gefeiert. Es wurde der Schießstand auf dem Hofe von Herrn Morian benutzt. Erster König war Johann Köppen, Königin war Christine Morian.
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1838 |
Das zweite Schützenfest fand am 08. Juli 1838 statt. Der Holtener Bürgermeister Bendel berichtet
an den Duisburger Landrat Devens „Das Schützenfest zu Hamborn wurde am 08. dieses Monats mit
Ruhe, Anstand und Sittlichkeit begangen.“
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1839 |
Nach dem dritten Schützenfest im September 1839 berichtet der Chronist rückschauend „Hierauf
Ferien bis zum Jahre 1851.“
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1851 |
Der Schützenverein wird nach längerer Pause wieder aktiv. Es konstituiert sich ein neuer Vorstand,
und es findet auch wieder ein Schützenfest statt.
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1853 |
Es wurden keine weiteren Schützenfeste mehr gefeiert. Der Verein erlischt.
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1884 |
Wiederbelebung des Bürger-Schützen-Vereins Hamborn. In der Generalversammlung vom 26. Juli
wird Wilhelm Hottelmann zum Vorsitzenden gewählt. Der Chronist schreibt „Dreiunddreißig Jahre
schlief der Verein, bis im Sommer 1884 eine gewaltige Strömung durch die Gemeinde Hamborn ging,
welche gebieterisch die Wiederbelebung des so lange schlummernden Vereins verlangte“.
In diesem Jahr wurde auch wieder ein bescheidenes Schützenfest ausgetragen, das vom Bürgermeisteramt
Beek, wozu Hamborn inzwischen gehörte, eigens genehmigt worden war.
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1886 |
In diesem Jahr sollte wieder ein Schützenfest stattfinden, woraus sich jedoch ein Schriftverkehr
mit allen behördlichen Instanzen bis hin zum Oberpräsidenten der Rheinprovinz in Koblenz
entwickelte, der erst im Jahre 1890 seinen Abschluss fand. Die Meinungsverschiedenheit ging
darum, ob es sich bei dem Hamborner Bürger-Schützen-Verein des Jahres 1884 um einen neu
entstandenen Verein handle oder ob er die Rechte des Schützenvereins von 1837 nach 33-jähriger
Unterbrechung weiterführe.
Bis 1890 wurde kein weiteres Schützenfest gefeiert.
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1890 |
Nach vierjähriger Unterbrechung wird endlich wieder ein Schützenfest ausgetragen. Danach beginnt
eine weitere, 3-jährige Schützenfestpause.
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1891 |
In diesem Jahr wurde der schon früher gefasste Entschluss, einen eigenen Scheibenstand zu bauen,
ausgeführt. Zur Finanzierung wurden 300 Aktien à 5 Mark unter den Mitgliedern ausgegeben, die
mit 6 % verzinst wurden.
Der Stand wurde auf dem Wilhelm Hottelmann gehörenden Gelände gebaut.
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1893 |
Ab 1893 wird im regelmäßigen Turnus von zwei Jahren ein Schützenfest abgehalten.
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1899 |
Im Januar überraschte Wilhelm Hottelmann den Verein mit der Mitteilung, dass er seine Wiese mit
dem Scheibenstand an die „Firma Thissen“ verkauft hätte. Allerdings erklärte er sich bereit, dem Verein
den Betrag zu ersetzen, der für die Errichtung des Standes aufgewandt wurde und darüber hinaus noch
500 Mark zu zahlen. Auf diese Weise kam ein Betrag von 6200 Mark zustande.
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1900 |
Nach längeren Bemühungen wird ein Grundstück gefunden, nur der Verein hat kein Geld. Wilhelm
Hottelmann finanziert nicht nur den Kauf des Grundstücks für 3200 Mark, sondern auch den Bau eines
neuen Scheibenstandes mit Halle und Wohnhaus für den Verwalter für 6889,72 Mark. Der Stand
befand sich in der Nähe der heutigen Hamborner Straße.
In den nächsten 10 Jahren fand ein reges Vereinsleben statt.
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